Das Doppelpunkt-Team

Barbara Maurer

Schon als Kind bin ich in Bücherwelten abgetaucht. Ein besonderer Tag war immer der erste Tag der Sommerferien. Dann ging mein Vater mit mir in den Kinderbuchladen, und ich durfte mir einen Stapel Bücher aussuchen. Herrlich.

Das erste Buch, das ich aus dem Regal meiner Eltern gelesen habe, war Harper Lees «Wer die Nachtigall stört». Ein Buch, das mich sehr beeindruckt hat und das ich heute noch gerne empfehle.

Während meiner Kantonsschulzeit gehörten Siegfried Lenz’ Bücher zu meiner bevorzugten Lektüre.

Bald erwachte mein Interesse an der Schweizer Literatur. Da ist zur Zeit «Tamangur» von Leta Semadeni mein Lieblingsbuch.

Ich mag breit angelegte Romane, in deren Welt ich eintauchen kann und deren Figuren mich über eine längere Zeit begleiten, wie zum Beispiel Zsuzsa Banks «Die hellen Tage» oder Elizabeth Poliners «Der Atem in uns».

Zur Entspannung lese oder besser verschlinge ich oft Krimis. Nicci Frenchs Psychotherapeutin Frieda Klein ist eine meiner Lieblingsermittlerinnen.

Und besonders schlägt mein Herz für gute Kinderliteratur. Ein Kinderzimmer ohne «Xaver und Wastl», «Zackarina» oder «Die roten Matrosen» kann ich mir nicht vorstellen.

Zweimal im Jahr freue ich mich auf all die Neuerscheinungen, die es zu entdecken gibt. Immer wieder stosse ich auf Neues, das mich beglückt, verzaubert und begeistert und das ich mit Freude weiter empfehlen und verkaufen möchte.

Andrea Kalt

Lindgren, Preussler und Ende, mit diesen Kinderbuchklassikern der 60er Jahre bin ich aufgewachsen. Aber den grössten Spass hatte ich an den «Mumins» von Tove Jansson, etwas vom Ersten, das ich selber gelesen habe.

Mit 17 stiess ich auf «Meister und Margerita» von Bulgakow, und es war eine Offenbarung für mich; auch Erwachsene lesen abgründig Fantastisches, Skurriles.

Auch heute noch liebe ich Bücher, die in unerwartete Welten entführen. Ich mag es, wenn eine Geschichte Platz für eigene Gedanken und Überlegungen lässt, ich will nicht alles erklärt bekommen.

Auf die Frage, ob ich mich in einem Buch finden oder verlieren möchte, antworte ich ganz klar: ich möchte mich verlieren.